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Spielbericht Kreismeisterschaft U14 am 14.12.2025 in Weißwasser

Hallo Volleyfantenherde,

zur Kreismeisterschaft U14 gibt es eine Vorgeschichte. Als ich im Juni 2025 die Meldungen zur Teilnahme abgeben musste, konnte ich davon ausgehen, dass wir 2 spielstarke Mannschaften an den Start bringen werden. 

Seitdem haben 4 Spielerinnen der Altersklasse, aus unterschiedlichsten Gründen, dem Volleyballsport ade gesagt. Eine weitere Spielerin hatte am 3. Advent soviel Hausaufgaben zu machen, daß eine Teilnahme nicht möglich war und zu guter Letzt zog sich Pauline bei einem Schulausflug in der vergangenen Woche eine Bänderverletzung im Fuß zu. Eine komplette Mannschaft - mit extrem erfahrenen Spielerinnen - hatte sich faktisch in Luft aufgelöst. 

Mit Hanna L. (U14 - ihr erstes Turnier überhaupt), Anna-Lena (U14 - sehr wenig Spielerfahrung), Hanna B. (U13 - gute Spielerfahrung) ebenso wie Lotta (U12) und Lieselotte (U12 - hat erst im Mai 2025 mit Volleyball begonnen!) stand mir eine Mannschaft zur Verfügung, welche ich mal vorsichtig als "Wundertüte" bezeichnen würde.

Die Befürchtung der Mädels, auf dem letzten Platz zu landen, wurde größer mit der Erkenntnis "die sind ja alle so groß".

Aber erst mal rein ins erste Spiel gegen Rothenburg - wir konnten uns auf sichere und teilweise sehr druckvolle Aufschläge und die eine oder andere Unsicherheit der Rothenburgerinnen "verlassen" und gewannen beide Sätze (25:16, 25:18). Die spielerische Leistung war noch nicht dralle, aber auch nicht notwendig. Gewonnen war gewonnen und die Angst "wir werden hier Letzter" schon mal weg.

2. Spiel Weißwasser und allen war schon klar, dass dies der spätere Kreismeister sein würde. Die Mädels sollten mutig spielen und sich von dem guten Gegner fordern und fördern lassen. Das fordern gelang Weißwasser, dass fördern auf unserer Seite nicht. Erst die letzten 5 Minuten des 2. Satzes entdeckten wir unsere Spielfreude und zeigten schöne und wirkungsvolle Aktionen. Mit der Einstellung der Mädels war ich nicht zufrieden und sagte es den Mädels auch. Es sollte meine einzige Unzufriedenheit bleiben.

Nächstes Spiel Kunnersdorf - Gegnerinnen alle samt scheinbar U14, mit Größen- und Kraftvorteilen. Trotzdem gewannen wir 25:21 den 1. Satz. Im 2. Satz merkte man dann die magelnde Turniererfahrung. Konzentration und Kraft ließen nach, die einfachen Fehler häuften sich. Kunnersdorf spielte uns die Bälle lang rein und von da bekamen wir sie nur schwer verteidigt. 14:25 war doch eine recht deutliche Angelegenheit für die Kunnersdorferinnen. Also nochmal im Tie-Break versuchen das Level zu erhöhen, es gelang zwar, aber Kunnersdorf war am Ende mit 12:15 der verdiente Sieger.   

Letztes Spiel, die Mädels gingen schon auf dem "Zahnfleisch". Gegen Zittau würde ein Sieg die Bronzemedaille bedeuten, welche Zittau bei eigenem Sieg auch noch erreichen konnte. Zu allem kam noch dazu, dass ich Hanna B. auf Grund von Fußschmerzen nicht einsetzen konnte. Also mussten es die restlichen 4 Mädels versuchen zu "richten".

Bis zum 17:14 lag Zittau immer in Führung, auch weil wir im Aufschlag zu viele Fehler verursachten und Punktgeschenke verteilten. Einzig Lieselottes Aufschläge fanden immer den Weg übers Netz. Verrückt. Ich wollte gerade eine Auszeit nehmen, da flogen unsere Aufschläge mal konstant übers Netz und beim 19:19 war der Ausgleich erzielt. Zittau nahm mir die Auszeit ab. Dieser Ausgleich hatte Signalwirkung, sichtbar und hörbar glaubten alle plötzlich an den Satzgewinn und schafften diesen auch (25:23)! 

Und die "Wiederbelebung" hielt an. Nach einem kurzen Rückstand zu Satzbeginn kämpften, fighteten sich die Mädels in den Satz, Müdigkeit, Zweifel - alles wurde beiseite geschoben und Punkt für Punkt zum Erreichen der Bronzemedaille erzielt und gefeiert. Zittau versuchte mit Auszeiten und Spielerwechseln das Blatt nochmals zu wenden, aber Wille und Energie unserer Mädels ließen das nicht zu! Mit 25:21 gewannen wir verdient und durften uns über die Bronzemedaille freuen.

Fazit: Die "Wundertüte" war ein toller Beweis, wie Wille, Energie, Emotion, Einsatzbereitschaft, Teamgeist und Glaube an sich selbst Ergebnisse schaffen kann, die vorher nicht möglich erscheinen!

Diese Bronzemedaille war die am schwersten erkämpfte und erspielte der diesjährigen Kreismeisterschaften und hat für mich einen sehr hohen Stellenwert!  

Volleyfantastischen Glückwunsch an Anna-Lena, Hanna B., Hanna L, Lieselotte und Lotta! Es hat enormen Spaß gemacht Euch zu coachen!

Vollleyfantastische Grüße

Euer Otto